Wie die ASFINAG Autofahrer tyrannisiert

autobahn-vignette-2009Es begann alles ganz harmlos mit einem Sprung in der Windschutzscheibe. Für ein neues Pickerl musste die Scheibe erneuert werden. Wir kauften also eine neue Windschutzscheibe und diese wurde dann eingebaut.

Die Autobahnvignette wurde von der alten Scheibe gelöst, weil man damit normalerweise beim ÖAMTC eine neue bekommt. Also ab zum Autofahrerclub.

Dort wurden wir aber dann aber darüber aufgeklärt, dass auf der Rechnung das Kennzeichen des Fahrzeuges stehen muss und das daher mit dieser Rechnung nicht ginge. Die Rechnung war ja „nur“ auf den Zulassungsbesitzer ausgestellt.

Nachdem ja bekannt ist, dass die „gelben Freunde“ gerne mal übergenau sind, haben wir das ganze einfach bei einer anderen ÖAMTC-Stelle probiert und davor mit der Hand einfach das Kennzeichen auf die Rechnung geschrieben. Dort wurden wir dann aber nochmals belehrt, denn so einfach ginge das nicht, denn auf der Rechnung muss außerdem noch die Fahrgestellnummer des Autos draufstehen. An dieser Stelle riss dann der Geduldsfaden…

Es wurden uns dann erklärt, dass das in Wirklichkeit von der ASFINAG ausgeht und keine Erfindung des ÖAMTC ist und dass die sonst die Vignette nicht dem Fahrzeug zuordnen könnten.

Letzteres ist völliger Schwachsinn, denn beim Kauf einer Vignette muss man auch keine Fahrzeugdaten angeben, man kann diese also völlig anonym erstehen. Für eine Ersatzvignette beim Bruch einer Windschutzscheibe müssen also folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Man benötigt die alte Vignette,
  2. den Kontrollabschnitt, den man beim Erstkauf bekommen hat,
  3. eine Rechnung die auf den Zulassungsbesitzer ausgestellt ist,
  4. zusätzlich muss darauf Kennzeichen und Fahrgestellnummer angegeben sein,
  5. den Zulassungsschein und
  6. der Zulassungsbesitzer muss persönlich erscheinen.

Fazit

Das ist eine derartige Überbürokratisierung wie sie auf keinem Amt herrscht, obwohl man sagt, dass die Bürokratie in Österreich erfunden wurde. Die Steine, die einem dabei in den Weg gelegt werden lassen vermuten, dass diese Hürden dazu geschaffen wurden, um die Autobesitzer und Autobesitzerinnen eher dazu zu bringen sich eine neue Vignette zu kaufen.

Außerdem ist völlig unklar, warum hier Fahrzeug- und Besitzerdaten erhoben werden. Es sollte doch vollkommen ausreichend sein, die alte Vignette samt Kontrollabschnitt zurückzubringen. Oder wird hier etwa im Hintergrund eine Datenbank angelegt?